Software

 Mobilwork


Einleitung

Die Außendienstsoftware MobilWork ist eine Windowssoftware, welche in das Windows Innendienstprogramm perfekt integriert ist. D.h., Sie haben neben dem Funktionsumfang von MobilWork immer das gesamte Programm mit allen Daten dabei.

1998 wurde diese Software nach einer langen Entwicklungszeit erstmals zum Verkauf angeboten.

Dadurch können Sie auf besondere Begebenheiten im Bezirk sofort reagieren. Sehr einfach zu bedienende Programmteile dienen dem Datenaustausch zwischen Innendienstprogramm und Außendienstprogramm. Sie können auf Tastendruck die Daten vom Innendienstprogramm an MobilWork übertragen lassen und von MobilWork alle veränderten Daten auch wieder zurück. Die Verwendung eines Notebooks ohne stationären Computer mit MobilWork und Innendienstprogramm ist selbstverständlich auch möglich. Ein Drucker wird im Außendienst nicht benötigt!


Programmablauf

Der Datentransfer wurde bereits erwähnt. Zu Beginn Ihrer Tätigkeit transferieren Sie die Daten vom stationären Computer zum Notebook. Damit haben Sie auf dem Notebook den gleichen Stand wie auf dem stationären Computer. Haben Sie nur ein Notebook, entfällt der Transfer natürlich. Ansonsten kann nach der Übertragung beliebig am stationären Computer weiter gearbeitet und auch neue Sache eingetragen werden.

Protokollbeispiel

Wenn Sie mit MobilWork arbeiten, bedrucken Sie keine Vordrucke mehr oder gehen mit vollständigen Protokollen in den Bezirk, sondern mit einem Blatt auf dem die Parteien, Titel und Forderung aufgedruckt sind. Im Prinzip ist diese Seite wie die erste Seite eines Protokolls. Auf Wunsch können Sie auch gleich auf dieser Seite eine Terminsmitteilung / einen Schlosserzettel eindrucken lassen, um diese erste Seite ggf. dem Schuldner in den Briefkasten zu werfen. Ein Anlageblatt "letzte Seite" kann zudem gedruckt werden. Hierauf kann unterschrieben werden, was dann den § 762 Abs. 2 ZPO genau erfüllt.

Zusätzlich sind je nach Verfahrensart weitere Angaben oder Ankreuzfelder und ganz besonders wichtig, Unterschriftenfelder für Angetroffene, Schuldner selbst oder Dritte. Hier, auf dieser ersten Seite, wird alleinig unterschrieben.

Im Außendienst brauchen Sie jetzt im stetig geöffneten Außendienstprogramm nur die DR-Nummer einzugeben und dann eine Erledigungsart (nicht angetroffen, fruchtlos, Zahlung, etc.) auszuwählen. Hier gibt es zahlreiche Optionen, welche unterschiedliche Protokolle und unterschiedliche Vorgaben liefern. Anhand dessen, was Sie in dieser Vorauswahl angeben, werden Ihnen die Protokollinnenseiten angezeigt. Abschnitte der Protokolle, welche bei der gewählten Erledigungsart nicht auszufüllen sind, werden automatisch ausgeblendet, so dass Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können.

Auch je nach Erledigungsart und Verfahren werden unterschiedliche Informationen bereits in dem Protokoll vorgegeben. So sind zahlreiche Sachen manchmal bereits angekreuzt, ausgewählt oder ausgeblendet. Sie müssen nur noch einige Daten ergänzen. Die Verfügung wird ebnfalls weitestgehend anhand der vorhandenen Informationen vom Programm vorgegeben und hiernach auch die Kostenrechnung (unter Berücksichtigung des Alten und des Neuen Kostenrechts).

Die Nutzung selbst ist denkbar einfach. Die Protokollinnenseiten stehen im Klartext auf dem Monitor und erklären sich daher selbst. Jeder Gerichtsvollzieher kann mit dieser Eingabe sofort und ohne Schulung umgehen, da im Prinzip alles ist wie in den manuellen Protokollen.

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Laufzettel

Die Informationen im Protokoll werden auf Tastendruck gespeichert. Wenn Sie möchten, können Sie im Außendienst ebenfalls Briefe erstellen. Alles, was Sie in die Druckablage des Programms legen (hier werden alle zu druckenden Dokumente gesammelt und gespeichert), wird später ebenfalls auf den stationären Computer übertragen und kann dort ausgedruckt werden.

Kommen Sie ein zweites Mal zu einem Schuldner, lassen sich die Angaben aus dem Protokoll des ersten Besuchs übernehmen! Dann brauchen Sie nur noch die geänderten Angaben einzugeben, was natürlich enorm Zeit spart. Dieses System können Sie für jeden weiteren Besuch beim Schuldner nutzen.

EV-Abnahmen im Bezirk sind ebenfalls möglich. Alle Vermögensverzeichnisse und Ergänzungsblätter können hierzu komfortabel am Monitor vom Schuldner oder von Ihnen ausgefüllt werden. Unterschrieben wird entweder, auf einem separaten Blatt mit der Belehrung, oder per Unterschriftenpad.

Wenn Sie in Ihr Büro zurück kommen, werden Notebook und stationärer Computer wieder aneinandergekoppelt. Diesmal wird vom stationären Computer aus die Übertragung nur der veränderten Daten im MobilWork aufgerufen. Das Programm sucht dann selbst die geänderten Informationen und fügt diese denen des stationären Computers hinzu. Die notwendigen Protokolle, Protokollabschriften, Buchungen etc. erfolgen ebenfalls automatisch. Zuletzt werden die aktualisierten Daten auf dem stationären Computer wieder auf das Notebook zurück übertragen, sodass beide Rechner auf dem gleichen Stand sind.

Was Sie im Protokoll angeklickt bzw. ausgewählt haben, entscheidet darüber, was später automatisch gedruckt wird. Protokollabschriften kommen auf diese Weise, wie auch unterschiedliche Briefe, automatisch in den Druck. Haben Sie Zahlungen, werden diese ebenfalls automatisch verbucht, überwiesen oder im KB I geparkt.

Die Liste der Automatiken, welche Ihnen Protokolle je nach Auswahl bereits vorab ausfüllt bzw. später die Drucke steuert, ist viel zu umfangreich, um diese hier im Detail zu benennen. Für die Anwendung selbst ist dies auch nicht entscheidend, da alles automatisiert abläuft.


Das Unterschriften-Pad

2001 kam eine Erweiterung der Arbeitsweise mit MobilWork im Bereich der Hardware: Nunmehr ist es möglich, dass der Angetroffene, Schuldner oder Dritte auf einem Unterschriftenpad unterschreiben. Dieses Pad ist ein kleines Brett, welches an das Notebook angeschlossen wird. Auf diesem Pad wird unterschrieben und die Unterschrift wird in die EDV übernommen. Damit wurde vor Ort das Originaldokument unterschrieben und später im Büro wird dann auch das entsprechende Dokument nebst Unterschrift gedruckt! Vertrieben wird das Pad ebenfalls von der Baqué und Lauter GmbH.

Als Verbindung zwischen den Computern können alle unter WINDOWS bekannten Verbindungsarten wie Netzwerk, DFÜ-Verbindung, Infrarot, Bluetooth, USB, Firewire, Seriell, Parallel etc. genutzt werden.

MobilWork wurde ebenfalls von Baqué und Lauter entwickelt und ist somit aus dem gleichen Haus wie die Innendienstsoftware. Dies gewährt optimale Zusammenarbeit und Kompatibilität. Professionelle Programmierer entwickeln das Programm und erfahrene Gerichtsvollzieher geben die entsprechenden Grundkenntnisse bzw. testen die Ergebnisse in der Praxis.


Schatten